Stefan Gemmel – Kinderbuchautor von der Mosel

Wer Kinder fragt, ob sie Stefan Gemmel kennen, der bekommt ein strahlendes Gesicht und leuchtende Augen zu sehen. Klar kennen sie Stefan Gemmel aus Lehmen an der Mosel. Es gibt wohl kaum eine Schule in Deutschland, an der er noch nicht aus seinen Büchern vorgelesen hat. Und vorlesen, das kann er wie kein anderer. Er quiekt und gackert, murmelt oder brüllt, er krächzt und stottert, gurgelt und wimmert. Je nach dem, wer gerade in seinem Buch das Wort hat. Ich habe das selbst schon erlebt, und es war wunderbar. Nicht umsonst wurde Gemmel zum Lesekünstler des Jahres 2011 gewählt.

Stefan Gemmel und seine Bücher, Kinderbuchautor
So viele Bücher! Kein Wunder, sieht Stefan Gemmel geschafft aus.

Aber auch wenn man seine Bücher selbst lesen muss, sind sie ganz wunderbar. Der derzeitige Renner ist die Fantasygeschichte „Im Zeichen der Zauberkugel“. Der erste Band mit dem Titel „Das Abenteuer beginnt“, stand wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Worum es geht, zeigt dieser Trailer:

Inzwischen ist der dritte Band erschienen und die Kinder warten schon ungeduldig auf den nächsten. Sechs sollen es insgesamt werden. Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem zweiten Band, „Der Fluch des Skorpions“,  von Stefan Gemmel selbst gelesen.

Vorab erklärt er, in welchem Zusammenhang der Text steht.

Diese liebenswerte, kleine Piepsmaus gibt es jetzt übrigens auch ohne grantige Katze zu haben. Die kleinen und großen Leser haben sie so sehr ins Herz geschlossen, dass sowohl Stefan Gemmel als auch der Carlsen Verlag wussten: „A star is born“.

Stefan Gemmel der Leseförderer

Mit „Bim, die Zauselmaus“ möchte Stefan Gemmel einmal wieder die ganz Kleinen von Anfang an für das  Lesen begeistern. Das ist dem Kinderbuchautor ganz, ganz wichtig. Er selbst hat als Kind zunächst einmal gar nichts mit Büchern anfangen können. Um so größer war das Erstaunen, als er schließlich doch feststellte, dass Lesen Spaß macht.

Stefan Gemmel und seine Kinderlektoren

Hanna, Charlotte, Philipp und Vanessa sind schon begeisterte Leseratten. Sie haben sich gemeldet, als der pfiffige Autor von der Mosel Kinderlektoren per Homepage und Newsletter für den dritten Band der Zauberkugel-Serie gesucht hat. Kinderlektoren deshalb, weil Stefan Gemmel mit seinen 47 Jahren inzwischen doch schon reichlich weit davon entfernt ist, wie ein Kind zu denken, auch wenn er sie wohl besser kennt als jeder andere. Jahrelang hat ihm seine Tochter Hannah Tipps gegeben.  Sie hat seine Manuskripte früher immer als Erste in die Hände bekommen um sie gegenzulesen. Inzwischen ist Hanna 17 Jahre alt. Sie ist dem Kinderbuchalter entwachsen. Deshalb kam Stefan Gemmel auf die Idee, andere Kinder für diesen Job anzuheuern. Es haben sich auch schnell welche gefunden, die Lust dazu hatten. Sie haben sein Manuskript gelesen und ihre Anmerkungen dazu gemacht. Als eingefleischt Gemmel-Fans fanden sie das Meiste natürlich klasse, aber ein paar kritische Anmerkungen nahm Gemmel gerne als Anregung auf.

Der Kinderbuchautor Stefan Gemmel mit seinen "Kinderlektoren" bei der Arbeit
Der Kinderbuchautor Stefan Gemmel mit seinen „Kinderlektoren“ bei der Arbeit

Stefan Gemmel und seine Bücher

Stefan Gemmel hat schon vor der „Zauberkugel-Serie“ eine spannende Buchreihe geschrieben. Die „Schattengreifer-Trilogie“, Phantasie-Romane, die die Kinder ebenfalls verschlungen haben. Immer wieder bekommt der sympathische und quirlige Autor aus Lehmen Emails von Kindern, Eltern und Großeltern, die ihm schreiben, wie toll sie seine Bücher finden. Angefangen von Bilderbüchern für die ganz kleinen  (z.B. „Wie man Gespenster verjagt“) bis hin zu Jugendbüchern, die auf unterhaltsame Weise sehr ernste Themen behandeln. So geht es in dem Roman „Befreiungsschlag“ um Jugendkriminalität. Um seine Romanfiguren so authentisch wie möglich zu entwickeln, hat Stefan Gemmel ein Jahr lang ein Antigewalttraining für jugendliche Straftäter begleitet. Hier der Trailer zum Buch:

Stefan Gemmel und sein soziales Engagement

Stefan Gemmel setzt sich nicht nur in seinen Büchern für ein friedliches Miteinander und Mitmenschlichkeit ein. Er unterstützt selbst soziale Projekte. So engagiert er sich beispielsweise in der Malihilfe seines Geburtsortes Morbach im Hunsrück. Eine Schule in dem krisengeschüttelten afrikanischen Land wurde sogar nach ihm benannt. Wer Stefan Gemmel jetzt live und in Farbe sehen und noch mehr über sein Engagement in Mali und über sein Buch „Befreiungsschlag“ erfahren möchte, kann sich den SWR Landesschau-Bericht vom April 2017 anschauen.

Der im Fernsehbericht genannte Termin ist längst rum, aber am 16. und 17. November 2017 liest Stefan Gemmel vormittags aus seiner „Zauselmaus“, und zwar in Koblenz vor der Herz-Jesu-Kirche am Löhr-Center.  Dort steht er mit seinem Literatur-LKW, mit dem er immer wieder durch die Lande zieht, um bei Kindern den Spaß am Lesen zu fördern. Und dass ihm das auch in Zukunft ganz hervorragend gelingen wird, davon bin ich felsenfest überzeugt.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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