Neues Moselmagazin – Das Magazin für Entdecker

Frisch und modern kommt es daher, das neue Moselmagazin, das nur auf den ersten Blick an die guten alten Merianhefte erinnert. Aber das ist lediglich dem Format geschuldet. Dieses rund 100-Seiten starke Heft trägt die Handschrift einer erfahrenen Journalistin und „Internetbloggerin“, die die Mosel und was es dort zu entdecken gibt, ganz wunderbar beschreibt. Carmen Sadowski schreibt lebendig, witzig und absolut stilsicher. Ihre Reportagen und Beschreibungen wecken in mir eine unglaubliche Reiselust. Ich würde am liebsten sofort zwei Monate Urlaub nehmen und alle Plätze, die im Heft beschrieben sind, abklappern. Was sie an der Mosel an abseitigen Wegen und Erlebnissen aufgetan hat, das ist absolut lesenswert.

Das neue Moselmagazin, Foto Eifelverlag

Was steht im Moselmagazin drin?

Das Moselmagazin hat den Untertitel „Eine Region im Aufbruch“. Carmen Sadowski zeigt die Moselregion jenseits der viel kritisierten Plastiktischdecken- und „Draußen-nur-Kännchen“ – Mentalität. Und sie stellt eine neue Moselwinzer-Generation vor. Eine Generation mit vielen Ideen und dem Wunsch nach einem neuen Image. Das neue Moselmagazin passt hervorrangend dazu. Es zeigt Wege jenseits ausgetretener Pfade, auch wenn es um touristische Klassiker wie etwa Trier nicht herum kommt. Schon das Inhaltsverzeichnis macht neugierig, wenn Texte derart angekündigt werden: „Warum hält der „Stohlgang“ ein ganzes Dorf in Bewegung? Was zieht Buddhisten nach Traben-Trarbach? Wieso spielen Tiere beim Pferdefest keine Rolle?“ Klar, dass man da mehr erfahren möchte.

Warum das Kapitel auf Seite 70 „Todesangst über Bremm“ heißt, kann ich aus eigener Erfahrung gut nachvollziehen. Es geht hier um den Klettersteig, der durch den steilsten Weinberg Europas führt.  Auf ihm habe ich selbst schon literweise Schweiß vergossen, weil es dort höllisch heiß werden kann. Aber wenn man gut zu Fuß und schwindelfrei ist, sollte man sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Das meint auch die Autorin des Moselmagazins. Sie versteht es hervorragend, sowohl Einheimischen als auch Touristen Lust auf die Landschaft zwischen Trier und Koblenz zu machen. Und auf ihre Menschen, wie etwa den einzigen Pfauenziegen-Züchter in Rheinland-Pfalz aus Ensch an der Mosel oder einen Straußenzüchter aus Bengel, der gleichzeitig Clown und Akrobat ist, und der Kinder wie Eltern gleichermaßen begeistert. Darüber hinaus gibt Carmen Sadowski auch Tipps für einen Abstecher in den Hunsrück oder in die Eifel. Zu den beiden Highlights der Regionen: der längsten Hängeseilbrücke Deutschlands und den Maaren in der Vulkaneifel.

Wie sieht das Moselmagazin aus?    

Das DIN A4 große und rund 100 Seite starke Moselmagazin ist wunderschön bebildert. Es ist wie gemacht  für die Generation 2.0, für diejenigen also, die sich schnell einen Überblick über ein Thema verschaffen wollen. Die Spaß an vielen Fotos und einer flotten Schreibe haben. An witzig geschriebenen Reportagen und kleinen Info-Blöcken, die an Facebook-Posts erinnern. Aber auch diejenigen, für die es gerne ein bisschen mehr sein darf, kommen auf ihre Kosten.

Wer hat das Moselmagazin geschrieben?

Carmen Sadowski, die Autorin des Moselmagazins schreibt für viele große Magazine und Zeitungen, hat einen Reiseführer über Rom verfasst und das Buch  „Zimmer frei“ zur gleichnamigen WDR-Kultsendung.

Die Autorin des Moselmagazins, Carmen Sadowski
Die Autorin des Moselmagazins, Carmen Sadowski

Wie sie all die tollen Locations an der Mosel entdeckt hat, möchte ich von ihr wissen.  Es gib keinen richtigen Plan, erzählt sie mir. „Wir setzen uns ins Auto, und ich sage zu meinem Freund: „Fahr mal los“.  Und das sollten auch die Leser des Moselmagazins tun. Aber: erst lesen, dann losfahren.

Leseprobe

mosel. Das Magazin für Entdecker
242 Flusskilometer mal anders erzählt

ISBN 978-3-943123-32-6
8,90 €
Eifel Verlag

Überall erhältlich, wo es Bücher gibt mehr Infos

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